Familie: Plantaginaceae > Gattung: Veronica

Veronica opaca L. ‒ Glanzloser Ehrenpreis

Selten in Gärten und Hackfruchtäckern; gelegentlich auch ruderal. Die Pflanze ist offenbar stark rückläufig und wurde in den letzten Jahrzehnten kaum mehr nachgewiesen. Ihre aktuelle Verbreitung ist unbekannt. In den 1970er und 1980er Jahren war sie aber noch zerstreut in Hessen vorhanden (Ludwig 1992). Vor allem im Landkreis Waldeck-Frankenberg, wo die Pflanze in den 1970er Jahren noch vielfach nachgewiesen wurde, ist mit Wiederfunden zu rechnen. Obwohl bereits Fresenius (1832) auf die Unterscheidungsmerkmale aufmerksam machte, wurde die Pflanze zumeist verkannt und fehlt vielen Floren, obwohl Hessen im Arealzentrum liegt (Hügin & Hügin 1994). Einige Floren machen allgemeine Angaben: Cassebeer & Theobald (1847‒1849: hin und wieder jedoch spärlich), Fuckel (1856: im Main- und Rheinthale, nicht selten; sodann b. Dillenburg u. Weilmünster) sowie Dosch & Scriba (1873: durch Starkenburg). Auch Dosch & Scriba (1873) nennen die Pflanze „wohl übersehen“. Dosch (1887) hielt sie „wohl nur“ für eine Form von V. agrestis. Ludwig (1952) nennt sie „verbreitet, z. T. häufig“ im Dillkreis. Zu den bei Streitz (2005) genannten Funden konnten keine Belege ermittelt werden. Die Angabe „Altes Ebental bei Rüdesheim“ (1999 W. Ehmke nach Streitz 2005) bezieht sich auf Veronica polita, die Angaben zu Bechtheim (1999 W. Ehmke nach Streitz 2005) und Wehen (1993 Ehmke nach Streitz 2005) sind zu streichen (nach W. Ehmke (E-Mail 2023). Bei einer stichprobenhaften Nachsuche konnte die Pflanze in 10 Gebieten mit ehemaligem Vorkommen nicht nachgewiesen werden (Barth & al. 2017).



Habitus


Detail


Beleg


Weitere Fotos

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Status: Indigen



Verbreitung

Verbreitung in Hessen

  Süderbergland

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WBS  Westhesssisches Berg- und Senkenland

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OB  Osthesssisches Bergland

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We  Westerwald

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Ta  Taunus

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RMT  Rhein-Main-Tiefland

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Sp  Spessart

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ORT  Nördliches Oberrheintiefland

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Od  Odenwald

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