Veronica teucrium L. ‒ Großer Ehrenpreis
1762, Sp. Pl., ed. 2, 16 (▤)
Selten in Magerrasen und Säumen auf nährstoffarmen, meist kalkreichen Standorten. Nach Becker (1827‒1828) allenthalben auf Grasplätzen, in Wiesen, an Wegrändern. Nach Heyer & Rossmann (1860‒1863) ist die Angabe von Walther (1802) für den Gießener Schiffenberg zweifelhaft. Auch die Angabe von Ritter (1754) für Reichlos wurde später nicht bestätigt. Von Lieblein (1784) nur allgemein für Wiesen [um Fulda] genannt, was ebenfalls ohne Bestätigung blieb. In Nordhessen kommt eine niederliegende Form, die von Haeupler (1976) als Veronica cf. austriaca, von Nitsche & Nitsche (2003, Dörnberg) als Veronica austriaca und von Grimme (1958) als Veronica prostrata angesprochen wurde (4521/3, 4522/2, 4622/1). I. Lenski notierte 1968 „austriaca“ vom Kugelsberg b. Volkmarsen, Osterberg b. Zwergen, Warmberg b. Zwergen sowie von „Liebenau: Kalkberg gegen Hünscheburg“, Veronica prostrata 1970 von den Zierenberger Hängen sowie 1996 Veronica prostrata vom Warmberg. Pflanzen aus Nordhessen erwiesen sich aber als hexaploid (Gregor & Hand 2009, 2014). Nach Großmann (1976) ziemlich häufig im Rheingau. Becker & al. (1997) geben etliche Vorkommen aus Kalk-Halbtrockenrasen im Nordosten des Landeskreises Waldeck-Frankenberg an. Schwier (1928) nennt ebenfalls Vorkommen aus diesem Bereich. Auch als Gartenpflanze kultiviert und verwildert (Wittig & al. 2022). Die Zahl der Nachweise nach 2000 ist auffallend gering. Der Vorkommensschwerpunkt besteht in den Kalkmagerrasen Nordhessens und in der Oberrheinebene.